Europa League: HSV feiert Gala in Guingamp

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich praktisch sicher für die lukrative Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Die Norddeutschen feierten eine 5:1 (3:0)-Gala im Hinspiel beim französischen Zweitligisten EA Guingamp.

Die Treffer für die Gäste gegen den Pokalsieger aus der Bretagne besorgten die Angreifer Paolo Guerrero (7.), Mladen Petric (11./26./86.) und Marcus Berg (51.). Die Platzherren kamen in der 88. Minute dank Mithilfe von Keeper Wolfgang Hesl lediglich zum Ehrentreffer. Gegen Ende der Partie konnte der HSV auch einen Gang zurückschalten, um sich für die schwere Bundesligapartie am kommenden Sonntag beim deutschen Meister VfL Wolfsburg zu schonen.

Abgesehen von Schlussmann Frank Rost, der wegen einer Fersenverletzung in Hamburg blieb, ließ HSV-Coach Bruno Labbadia die selbe Startelf auf den Rasen wie am vergangenen Samstag beim Sieg gegen Borussia Dortmund. Auch der am Handgelenk verletzte Dennis Aogo konnte mitwirken. Vertreter Marcell Jansen war nach einem Schlag auf das Knie im Abschlusstraining gar nicht im Kader. Mit schnellem Angriffs-Fußball, dem die Bretonen wenig entgegenzusetzen hatten, erwischte der HSV einen Blitzstart. „Unser Ziel ist ganz klar die Gruppenphase, so sind wir auch aufgetreten„, sagte Piotr Trochowski.

Guerrero traf nach einem von Zé Roberto eingeleiteten Angriff und einer scharfen Flanke von Flügelspieler Eljero Elia, den die Gastgeber auf der linken Seite nicht in den Griff bekamen. Auch Torhüter Stéphane Trévisan, den seine Vorderleute im Stich ließen, machte einen unsicheren Eindruck.

Nur vier Minuten später bediente Guerrero seinen Sturmkollegen Petric, der aus rund 18 Metern abzog. Auch das zweite Tor des Kroaten war eine Co-Produktion der beiden Stürmer, der formstarke Petric traf mit dem Kopf. Eine Minute vor dem Pausenpfiff hätte der HSV einen Elfmeter bekommen müssen, nachdem Bakary Koné im Strafraum David Jarolim foulte. Der polnische Schiedsrichter Marcin Borski entschied auf Schwalbe und verwarnte den HSV-Kapitän mit Gelb.

Rost-Vertreter Wolfgang Hesl verbrachte vor der Kulisse von nur 13.000 Zuschauern – darunter 320 HSV-Anhänger – im nicht ausverkauften Stade du Roudourou einen ruhigen Abend. Einen Schuss von Yves Geroff leitete er unglücklich ins eigene Netz. Wie schon beim 4:1 gegen Dortmund traf der schwedische Rekordtransfer Berg nur wenigen Minuten nach seiner Einwechslung. Die einzige Torchance für die Franzosen vergab Mathis (66.). (dpa)

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