Die größten Transferfehler in der modernen Fußballgeschichte

Ein „Transferfehler“ im Fußball kann Vieles bedeuten. Dabei wird allerdings meist berücksichtigt, welchen Preis ein Verein für einen Spieler zahlt, was der Verein mit diesem Spieler erreicht bzw. nicht erreicht und wie sich der Spieler in den Augen der Fans, seiner Teamkollegen und seines Managers verhält. Es folgen einige der größten Fehler in der Geschichte der Fußballtransfers.

Dmytro Chygrynskiy, von Shakhtar Donetsk zu Barcelona

Chygrynskiy, der erste Ukrainer, der für Barcelona spielte, unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag, um im Zentrum der katalanischen Verteidigung zu spielen. Nun, das lief nicht genau nach Plan. Der ehemalige Shakhtar-Mann bestritt während seiner einsamen Saison in Spanien nur zwölf Spiele für Barcelona und konnte dem Hype seiner 21-Millionen-Pfund-Bewertung nicht gerecht werden. Eine Kombination aus einer frühen Verletzung und einer allgemeinen Fehleinschätzung führte letztendlich dazu, dass Chygrynskiy nach Donezk zurückkehrte. Natürlich für einen deutlichen Preisverfall.

Nicolas Anelka, von Arsenal zu Real Madrid

Nicolas Anelka hat eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich. Doch die Saison 1999/00 bei Real Madrid war etwas anders. Der Franzose erzielte im Halbfinale der Champions League gegen Bayern eine gewisse Rentabilität, indem er Tore erzielte. Dies war jedoch sein letzter Beitrag für den Verein. Danach geriet Anelka bei Fans, Teamkollegen und Manager Vicente del Bosque bald in Ungnade. Zwei Tore in 19 Spielen und ein kurzer Abschied nach Paris Saint-Germain waren die 22,3 Millionen Pfund wohl nicht wert.

Robinho, von Real Madrid zu Manchester City

Robinho war der erste große Neuzugang der Abu Dhabi United Group, dem neuen Milliardärsinhaber von City, und hatte eine solide erste Saison mit dem Verein. Er wurde mit 14 Toren der beste Torschütze der City, doch danach ging es allerdings bergab. Robinho wurde in seiner zweiten Saison in Manchester von Verletzungen geplagt und spielte nur in 12 Spielen, wobei er nur ein Tor für den Verein erzielte – für 32.5 Millionen Pfund.

Andriy Shevchenko, von AC Mailand zu Chelsea

Shevchenko, ehemaliger Ballon d’Or-Sieger und FIFA-Weltfußballer des Jahres, erzielte in 208 Ligaspielen mit dem AC Mailand 127 Tore. Der Chelsea-Besitzer Roman Abramovich erhoffte sich einen der größten Neuzugänge in der Vereinsgeschichte, doch das Leben läuft nie nach Drehbuch. Shevchenko erzielte in 48 Spielen für Chelsea nur neun Ligatore – für 30,8 Millionen Pfund. Der fehlgeschlagene Elfmeter gegen Liverpool im Champions-League-Finale 2005 war eine noch größere Katastrophe.

Kaka, von AC Mailand zu Real Madrid

Nachdem Kaka zwischen 2003 und 2009 70 Tore in der Serie A für Mailand erzielt hatte, kam er schließlich für 56 Millionen Pfund nach Real Madrid. Gemeinsam mit Cristiano Ronaldo kämpfte er gegen den Rivalen Barcelona um jede verfügbare Trophäe. Doch Kaka fand seine produktive Form aus Italien nicht mehr und sah aus wie ein Schatten des Spielers, der 2007 CR für den Ballon d’Or und den FIFA-Weltfußballer des Jahres besiegte. Real verlor während Kakas Zeit im Club in der La Liga, der Champions League und der Copa del Rey gegen den Rivalen Barcelona. Nach 23 Toren in 85 Spielen in der La Liga drückte Kaka seinen Wunsch aus, den Verein zu verlassen und kehrte schließlich zu Mailand zurück.