
Der 1. FC Nürnberg hat Moral bewiesen und ein schon verloren geglaubtes Spiel noch umgebogen: Gegen Hannover 96 gelang dem Club ein 2:2 (0:2), nachdem das Team von Coach Meyer zunächst äusserst schwach spielte und mit 0:2 zurück lag.
Die Gastgeber hatten von Beginn an Probleme ins Spiel zu finden. Die Niedersachsen bestraften die Nachlässigkeiten der Meyer-Elf durch zwei Hanke-Treffer in der 12. und 39. Minute eiskalt. In der Pause gab es in der Club-Kabine wohl ein Donnerwetter, denn Nürnberg präsentierte sich wie ausgewechselt und setzte die Gäste massiv unter Druck, scheiterte aber mehrmals an den mal wieder sehr gut aufgelegten Robert Enke. Doch auch er konnte in der 60. Minute nichts ausrichten, als Misimovic den Anschluss erzielte. In der 89. Minute erzielte Mintal noch den glücklichen 2:2-Endstand.


[...] Doch wo war ich? Genau, beim Club, beim 0:2 nach 39 Minuten, nach einem Doppelschlag von Mike Hanke (sic!). Elfmeter nicht gegeben, Pfosten geschossen. Der Film muss kaputt sein. Das geht doch alles nicht mit rechten Dingen zu. Dazu ein Enke in Top-Form – Halleluja. Doch was dann passiert, ist vielleicht mehr noch als das emotionale Gefühl es könnte doch noch alles besser werden. Es ist nicht das Ergebnis, das mit 2:2 sich dann eben doch noch gut titeln lässt: »Mintal rettet Club den ersten Heimpunkt« oder »Nürnberg holt 0:2-Rückstand gegen Hannover auf« und »Mintal erlöst den Club« – Rückstand, Aufholjagd, Erlösung – das klingt eben schon nach Trendwende -, aber tatsächlich ist es nicht nur das, es ist die Körpersprache, die Gesichter, die Statements der Beteiligten danach, dieses unbedingte Wollen auf dem Platz, die Anfeuerung und der Schulterschluß mit den Fans, den man sogar in der Sportschau fast greifen konnte, das Aufmuntern der Spieler untereinander – Richtung Charisteas, Blazek – beide schon von so manchem Fan als Fehleinkäufe gewertet, werden von den Mitspielern abgeklatscht, aufgebaut. [...]
Pingback by clubfans.de - 1. FC Nürnberg - Der Blog — 17. September 2007 @ 09:07