Fußball International: Vertrag über Staatsfußball in Argentinien

Die zukünftige Finanzierung des bis über beide Ohren verschuldeten argentinischen Profi-Fußballs wurde nun durch den Staat vertraglich festgeschrieben.

Feierlich unterschrieben, in Anwesenheit der Präsidentin Cristina Kirchner und des Nationaltrainers Diego Maradona, der Kabinettschef Aníbal Fernández und der Präsident des nationalen Fußballverbandes AFA, Julio Grondona den Kontrakt. Der Vertrag sieht vor, dass sich der Staat in den nächsten zehn Jahren mit 600 Millionen Pesos (110 Millionen Euro) im Jahr an den exklusiven Fernsehübertragungsrechten beteiligt.

Die Haltung der Regierung war immer eindeutig. Wir waren überzeugt, dass es unsere Pflicht ist, allen Argentiniern, vor allem denen, die nicht (fürs Fernsehen) bezahlen können, den Zugang zu ihrem bevorzugten Sport zu ermöglichen„, sagte die Präsidentin. Zugleich brachte die Regierung der regierungskritischen Mediengruppe „Clarín“ eine herbe Niederlage bei, die an dem bisherigen Rechteinhaber TSC beteiligt ist.

So werden die Partien künftig in ganz Argentinien per Antenne empfangbar sein und das kostenlos und insbesondere über den Sender „Canal 7“. Angesichts des Einstiegs des Staates in den Fußball hatte die AFA bereits angekündigt, dass die Spiele der 1. Liga nun doch am 21. August nach einwöchiger Verzögerung beginnen können.

Die Verwendung von Staatsgeldern für den Fußball ist angesichts der wieder steigenden Armutsrate und der Wirtschaftskrise nicht unumstritten. Ob die Summen für die Übertragungsrechte durch Werbeeinnahmen wieder hereingeholt werden können, ist offen. Dennoch äußerte sich Kirchner schon zur Verwendung möglicher Überschüsse aus Werbeeinnahmen. Diese sollten zu gleichen Teilen dem Fußball und den olympischen Sportarten zu Gute kommen.

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